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Thomas Langhoff

Geboren am 08. April 1938
Gestorben am 18. Februar 2012
Theaterregisseur, Berlin

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Hersfelder Zeitung

08. Februar 2012

 

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21. Februar 2012 08:47

trauer.de Redaktion, 89335 München

Thomas Langhoff ist tot. Der langjährige Intendant des Deutschen Theaters in Berlin galt als einer der wichtigsten Regisseure im deutschsprachigen Raum. Wie das Berliner Ensemble mitteilte, verstarb Langhoff am 18. Februar 2012 im Alter von 73 Jahren in Berlin.

Das Regie-Gen lag Langhoff quasi im Blut. Schon sein Vater Wolfgang arbeitete in diesem Beruf. Das Licht der Welt erblickte die deutsche Theaterlegende am 8. April 1938 in Zürich in der Schweiz. Dort lebten Wolfgang und seine Frau Renate im Exil. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte die Familie nach Deutschland zurück. Seit 1948 lebte Thomas Langhoff in Berlin, bis zur Wende als Bürger der DDR.

An der Theaterhochschule Leipzig studierte Langhoff das Schauspiel. Von 1963 bis 1971 stand er für das Hans Otto Theater in Potsdam auf der Bühne, danach führte ihn sein Weg zum DDR-Fernsehen. Sein Stern als Regisseur ging 1977 auf, als er für das Maxim-Gorki-Theater in Berlin das Stück "Einsame Menschen" inszenierte. Fortan schrieb Langhoff deutsche Theatergeschichte.

Schnitzlers Drama "Der einsame Weg", "Die Jüdin von Toledo" nach Grillparzer, Volker Brauns "Übergangsgesellschaft", Schillers "Maria Stuart" (1980), Shakespeares "Kaufmann von Venedig" (1985), Hauptmanns "Der Biberpelz" und "Der zerbrochene Krug" von Heinrich von Kleist (1990) gehören zu den unbestrittenen Höhepunkten seiner Karriere. Seit den frühen 80er-Jahren arbeitete Langhoff praktisch an allen bedeutenden Bühnen im deutschsprachigen Raum.

1991 übernahm er das Deutsche Theater in Berlin als Intendant - mit großem Erfolg: Bereits nach dem ersten Jahr unter seiner Leitung wählten die Kritiker die Bühne zum "Theater des Jahres". Langhoff blieb bis 2001 Intendant. In dieser Zeit sammelte der viel-dekorierte Regisseur vier bedeutende Preise: 1992 die Josef-Kainz-Medaille, 1994 den Friedrich-Luft-Preis, 1995 den Verdienstorden des Landes Berlin und 1997 den Berliner Bär (B.Z.-Kulturpreis). 2010 folgte der Berliner Kunstpreis. Seine letzte Inszenierung, Tschechows "Kirschgarten", stand noch an seinem Todestag auf dem Spielplan des Berliner Ensembles.

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